Vor allem größere operative Eingriffe der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie versetzen den Körper des Patienten in eine Art Ausnahmezustand, von dem er sich ausreichend erholen muss. Um den Heilungsprozess optimal zu unterstützen, sollten die Hinweise zur Nachsorge, die der Operateur ausführlich im persönlichen Gespräch erläutert, unbedingt eingehalten werden. Denn nur so können das gewünschte Ergebnis erzielt und postoperative Komplikationsrisiken minimiert werden. Insbesondere bei Behandlungen im Bereich der Körperformung wie etwa der Fettabsaugung in München, aber auch bei einer Brustvergrößerung oder Brustverkleinerung ist häufig das Tragen von Kompressionskleidung eine wichtige Nachsorgemaßnahme.

Was bewirkt die Kompressionsbekleidung?

Kompressionskleidung und Kompressionsverbände erfüllen verschiedene Aufgaben. Hauptsächlich dienen sie dazu, die Körpersilhouette zu schützen und die Bildung der neuen Körperform zu begünstigen. Bei einer Fettabsaugung (Liposuktion) bleiben beispielsweise häufig Reste von Blut und Anästhesielösung unter der Haut zurück. Diese Flüssigkeit fördert die Bildung von Hämatomen und Schwellungen. Die elastische Kompressionskleidung hilft dabei, die Flüssigkeit aus dem Körper zu transportieren. Je nach gewählter Methode geschieht dies durch die kleinen offenen Zugänge, durch die das Fettgewebe abgesaugt wurde, oder über die körpereigenen Blutgefäße, wenn die feinen Kanülenzugänge nach der Liposuktion verschlossen wurden. Somit lassen sich Hämatome und Schwellungen reduzieren.

Nach der Brustvergrößerung in München wird hingegen ein spezieller Stütz-BH angelegt, damit die eingebrachten Implantate in der gewünschten Position stabilisiert werden und das umliegende Gewebe problemlos verheilen kann. Auf diese Weise wird einem Verrutschen entgegengewirkt. Oftmals ist die Haut nach dem operativen Eingriff zudem sehr empfindlich. Die Kompressionsbekleidung hilft in diesem Fall dabei, vor weiterer Reizung der behandelten Areale zu schützen.

 

Die Vorteile der postoperativen Kompressionswäsche

  • liegt fest am Körper an
  • schützt Operationsgebiet
  • reduziert Schmerzen
  • stabilisiert neue Körperkonturen und Implantate
  • beschleunigt den Heilungsprozess und verkürzt die Regenerationszeit
  • minimiert Schwellungen und Hämatome
  • verringert das Infektionsrisiko
  • verringert das Risiko für überschießende Narbenbildung
  • unterstützt ein optimales kosmetisches Ergebnis

 

Wann ist Kompressionsbekleidung empfehlenswert?

Eine Nachbehandlung durch Kompressionsbekleidung ist insbesondere nach ästhetisch-plastischen Eingriffen sinnvoll, die die Körperformung betreffen. Sowohl bei der Liposuktion am Bauch als auch an anderen, etwas weniger prominenten Körperstellen wie der Kinnunterseite kann eine anschließende Kompressionstherapie sinnvoll sein, um ein wünschenswertes Ergebnis zu fördern und die Komplikationsrisiken zu senken. Auch nach einer Brustvergrößerung, einer Brustverkleinerung, einer Bruststraffung sowie nach der Gynäkomastie-Behandlung beim Mann wird in der Regel ein angepasstes Kompressionsmieder beziehungsweise ein spezieller BH für mehrere Wochen angelegt. Nach ebenfalls umfangreichen Eingriffen wie der Bauchdeckenstraffung oder dem Bodylift hilft das Tragen von Kompressionsbekleidung dabei, den Heilungsprozess voranzutreiben und somit die Rekonvaleszenzzeit zu vermindern. Ob im konkreten Fall eine Nachsorgebehandlung durch Kompressionsbekleidung notwendig ist, bespricht der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie im Rahmen der individuellen Beratung, die vor jeder Behandlung stattfindet.

 

Weitere wichtige Nachsorgemaßnahmen

Neben einer speziellen Kompressionstherapie nach der Fettabsaugung oder Brustvergrößerung ist natürlich auch die allgemeine Schonung besonders wichtig. Vor allem operative Eingriffe stellen für den Körper eine Belastung dar, von der es sich zu erholen gilt. Körperlich anstrengende Tätigkeiten und Sport sind daher meist erst nach einigen Wochen oder Monaten wieder möglich. Je nach Art der Behandlung kann auch ein regelmäßiges Kühlen der behandelten Areale empfehlenswert sein, um ein Abklingen von Schwellungen und Rötungen zu unterstützen. Im Sommer ist zudem auf einen ausreichenden Sonnenschutz zu achten, indem die behandelten Regionen bedeckt beziehungsweise mit einem hohen Lichtschutzfaktor geschützt werden.

 

Wann bin ich nach der Operation wieder fit?

Bei jedem Patienten verläuft der Heilungsprozess individuell verschieden. Wann bestimmte Aktivitäten nach einer Operation wieder aufgenommen werden können, hängt von einigen Faktoren ab. Hierzu zählen unter anderem Art und Ausmaß des Eingriffs, der Verlauf der OP, eventuelle Komplikationen und unerwünschte Nebenwirkungen sowie die Nachsorge. Die empfohlene Schonzeit nach einer Fettabsaugung liegt bei etwa ein bis zwei Wochen. Bei einer Brustvergrößerung oder einer Bauchdeckenstraffung ist teilweise eine allgemeine Schonung von bis zu sechs Wochen einzuplanen. An schwere körperliche Anstrengung und an sportliche Betätigungen sollten Patienten sich nach einer ästhetisch-plastischen Operation langsam herantasten und stets Rücksprache mit dem Facharzt halten, um Komplikationen und gesundheitliche Risiken zu vermeiden.

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