Brustvergrößerung

Unverhältnismäßig kleine Brüste sind für betroffene Frauen eine starke psychische Belastung.

Form und Größe der Brust spielen bei vielen Frauen eine zentrale Rolle für das Körperempfinden und damit auch für das Selbstwertgefühl. Eine ästhetische Brustvergrößerung gibt dem Körper ein attraktiveres Erscheinungsbild und verhilft Frauen, die ihre Brüste als zu klein empfinden, zu mehr Selbstbewusstsein. In vielen Fällen wirkt sich die Zufriedenheit mit der eigenen Figur zudem positiv auf das Sexualleben aus.

Die Brustvergrößerung durch modernste und schonende ästhetische Operationsverfahren kann daher vielen Frauen helfen, immer unter der Voraussetzung, natürlich aussehende, attraktive Brüste mit möglichst unauffälligen Narben zu formen. Um dies in höchster Qualität zu gewährleisten arbeiten wir ausschließlich unter Zuhilfenahme optischer und feinchirurgischer Hilfsmittel.

Für die Brustvergrößerung verwenden wir Brustimplantate mit Füllungen aus kohäsivem (zusammenhaltendem) bzw. hochkohäsivem Silikongel oder mit Kochsalzlösung der amerikanischen Firma Mentor, Silikon ist bis heute das beste Hüllenmaterial für Brustimplantate. Da Silikon biokompatibel ist, wird es vom Körper gut toleriert.

Grundsätzlich ist eine Brustvergrößerung, wie jede Operation, auch bei größter Sorgfalt und Qualität in der Durchführung nicht frei von Risiken.

Ausführlichere Informationen zur Brustvergrößerung erhalten Sie in einem individuellem Beratungsgespräch in unserer Praxisklinik in München.


Ausführliche Informationen zur Brustvergrößerung

Die Brustvergrößerung wird vor allem mit Implantaten aus synthetischen Materialien vorgenommen. Für diese Eingriffe ist Eigengewebe nicht geeignet, da die dadurch entstehenden Nebeneffekte (Narben, Konturveränderungen u.v.m.) nicht tolerabel sind. Ebenso ist ein Transplantieren (Einspritzen) von abgesaugtem eigenem Fettgewebe (Lipostructure) schwierig, da derart große Fettgewebemengen schnell vom Körper abgebaut werden und Ölzysten oder Nekrosen (abgestorbenes Gewebe) hinterlassen können. Auch Hormongaben und gymnastische Übungen führen zu keiner wesentlichen und vor allem dauerhaften Vergrößerung der Brust.

In den USA wurde zur Brustvergrößerung das System Brava entwickelt. Bei diesem Verfahren muss die Frau täglich für 10 Stunden einen Vakuumexpander im BH tragen. Die Behandlungsdauer beträgt etwa 15 Wochen. Durch den Dauersog auf das Brustgewebe kommt es zu einem Brustwachstum von etwa 100%. Das Volumen fällt allerdings wieder ab. Durchschnittlich verbleiben 80-100ml mehr Brustvolumen. Durchgesetzt hat sich dieses Verfahren allerdings nicht.

Ein Aufbau der Brust ist ausschließlich mit Brustimplantaten, die eine Silikonhülle haben, möglich.

Als Füllmaterial für Brustimplatate stehen uns heute Kochsalzlösung und Silikongel in verschiedenen Konsistenzen zur Verfügung. Eine sinnvolle Alternative zu Silikon besteht derzeit nicht. Die in den Medien erhobenen Vorwürfe über schwerste Gesundheitsschädigungen betreffen Brustimplantate vorangegangener silikongefüllter Implantatgenerationen und treffen heutzutage so nicht mehr zu.
Aktuelle weltweite, vor allem amerikanische Studien haben gezeigt, daß Frauen mit Silikonimplantaten weder vermehrt von Brustkrebs, noch von rheumatischen Erkrankungen betroffen sind. Die Diskussion in den Medien hat allerdings zu einem sensibleren Vorgehen und detaillierteren Aufklärungen bei der Brustvergrößerung geführt.

Richtig ist auch, dass die Silikonhüllen früher zu dünn waren und leichter reißen konnten. Außerdem konnte das viel flüssigere Silikon in der Hülle auslaufen (bleeding), auch wenn die Hülle intakt war.

 

 

Gründe für eine Brustvergrößerung

Zu kleine oder asymmetrische Brüste stellen für Frauen eine starke seelische Belastung dar. Nicht selten klagen Patientinnen über Minderwertigkeitsgefühle und über den Verzicht, an Freizeitaktivitäten teilzunehmen. Auch Partnerprobleme bestehen. Diese psychische Belastung ist nicht zu unterschätzen! Studien zeigen, dass die betroffenen Frauen durchschnittlich 5 Jahre über eine Brustvergrößerung nachdenken, ehe sie den Entschluss in die Tat umsetzen.

 

Indikation für eine Brustvergrößerung

  • Kleine, zu gering entwickelte Brüste
  • Asymmetrisch entwickelte Brüste
  • Rückgang des Brustvolumens nach Schwangerschaften oder Gewichtsreduktion

Für viele Frauen stellt eine gering ausgebildete oder nach Schwangerschaft kleiner gewordene Brust ein großes psychisches Problem dar. Dann besteht der Wunsch nach einer Brustoperation, respektive Brustvergrößerung.

 

 

Brustvergrößerung mit Silikon

Silikon wird aus Silizium hergestellt, einem metallähnlichen chemischen Element, das sich in der Natur mit Sauerstoff zu Siliziumoxid oder Silika verbindet. Silika ist die verbreitetste Substanz auf der Erde (Meersand, Kristalle, Quarze). Aus Silika entsteht mit Kohlenstoff Silizium. Aus Silizium wird dann durch einen chemischen Prozess Silikon hergestellt.

Silikon wird seit 1945 in der Medizin vielfältig und erfolgreich verwendet. Silikon gilt als einer der am besten untersuchten Stoffe, die in der Medizin angewendet werden. Dieser Stoff ist als biokompatibel, also vom Körper gut tolerierbar, bekannt. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es kein anderes Material, das Silikon für den Einsatz als Hüllenmaterial für Brustimplantate ersetzen könnte.

 

Brustimplantate

Seit 1963 wurden durch Brust-OP weltweit 3,5 Mio. Silikon-Implantate, davon in den USA allein mehr als 2,5 Mio., eingesetzt. Alle Implantat-Hüllen bestehen aus Silikon. Als Füllmaterial für die Silikon-Hüllen bestehen zur Zeit folgende Möglichkeiten:

  • Silikongel, kohäsiv (in 2 Stufen der Konsistenz)
  • Silikongel, hochkohäsiv (anatomische Form; Tropfenform)
  • Kochsalzlösung (Wasser)

Die amerikanische Firma Mentor unterscheidet drei Stufen der Kohäsivität. Bei den runden Implantaten sind das kohäsiv I und II, bei den anatomisch geformten Implantaten kohäsiv III.

Für Brustimplantate der Firma Mentor muss dennoch kein grundsätzlicher Wechsel der Implantate der neuen Generation durchgeführt werden. Allerdings sollten nach 10 -15 Jahren engmaschigere Untersuchungen durchgeführt werden, um Rupturen frühzeitig zu erkennen.

Die Oberfläche der Brustimplantate kann glatt oder aufgerauht (texturiert) sein. Texturierte Brustimplantate wurden 1987 eingeführt, um das Auftreten von Kapselfibrosen (Verhärtungen der Brust) deutlich zu verringern. Allerdings sind die Hüllen der texturierten Brustimplantate dicker und bei sehr dünnen Frauen häufiger tastbar, sodass bei diesen Patientinnen eher ein glattes, weicheres Implantat eingesetzt werden sollte, als ein texturiertes.

Brustimplantate werden in zwei unterschiedlichen Grundformen, rund und anatomisch (Tropfenform) angeboten. Bezüglich der Profile gibt es unterschiedliche Verhältnisse von Höhe (Projektion) und Breite (Basis).

Die Auswahl der Brustimplantate muss nach den Wünschen der Patientin und den anatomischen Gegebenheiten durchgeführt werden.

Brustimplantate mit glatten Oberflächen haben eine weichere Hülle und sind durch eine dünne Haut weniger spürbar. Die Brustimplantate mit texturierter Oberfläche haben eine festere Hülle, die sich bei sehr dünnen Weichgewebsverhältnissen der Patientin an Rändern auch ertasten lassen kann.

 

Anforderung an ideale Brustimplantate

Ein Brustimplantat sollte weich sein, dem natürlichen Brustgewebe in der Konsistenz etwa entsprechen. Es sollte beständig sein und gut vertragen werden. Es sollte bei einer Mammographie die Röntgenstrahlen durchlassen, um das Brustgewebe optimal beurteilen zu können.

 

 

Wahl der Brustimplantate

Aus den derzeit zur Verfügung stehenden Füllmaterialien kann nach genauer Kenntnis der Vor- und Nachteile ein Implantattyp ausgewählt werden.

Nochmaliger Hinweis:
Die Hüllen aller Brust-Implantate, unabhängig vom Füllmaterial, bestehen immer aus Silikon. Die Form der Brustimplantate ist verschieden. Die zwei Grundtypen sind zum einem rund und zum anderen tropfenförmige (anatomische) Brustimplantate. Daran ist zu erkennen, dass bei der Wahl des Brustimplantates nicht nur die Größe und das Volumen von Wichtigkeit ist, sondern die individuellen Gegebenheiten bei der Patientin.

Im Allgemeinen werden texturierte Brustimplantate verwendet. Sehr dünnen Patientinnen, bei denen auch eine Brustimplantatverlagerung unter den Brustmuskel nicht ausreichende Bedeckung ergibt, können auch glatte Brustimplantate, die weniger tastbar sind, benutzt werden. Die häufig angewendeten runden Brustimplantate mit ihren diversen Formen ergeben in aller Regel schöne, ästhetische Ergebnisse durch eine Brustoperation. In den letzten Jahren sind anatomisch geformte Brustimplantate (Tropfenform) dazugekommen. Bei diesen Brustimplantaten sind die oberen Anteile flacher. Sie sind jedoch durch eine hohe Kohesivität härter und im Randbereich eher zu tasten.

Die mit Gel gefüllten kohäsiven Brustimplantate fühlen sich natürlicher an und können bei einer Ruptur der Hülle ihre Form erhalten. Das anatomische Brustimplantat erfordert aber einen etwas längeren Schnitt.

Alle genannten Füllmaterialien haben Vor- und Nachteile, die im Einzelnen mit den Patientinnen diskutiert werden müssen.

Die in den Medien negativ bewerteten früheren Brustimplantate waren allesamt silikongelgefüllt und hatten glatte, dünne Hüllen mit sehr dünnflüssigem Silikongel. Die neuen Brust-Implantate, die seit 1989 hergestellt werden, haben wesentlich dickere Silikonhüllen, welche aufgerauht bzw. texturiert sind. Das Silikongel ist hierbei kohäsiver, d.h. fester. Seit einigen Jahren verwenden wir das nochmals deutlich verbesserte Nachfolgeimplantat der amerikanischen Firma, die das erste Brustimplantat herstellte.

Die Vorteile der neuen Brustimplantate sind:

  • Ein Platzen der Hülle der von mir verwendeten amerikanischen Brustimplantate ist sehr viel seltener.
  • Eine Verhärtung der Brust (die bei glatten Brustimplantat-Hüllen zwischen 30 und 50 Prozent vor kam) ist nun laut internationaler Studien nur noch unter 10 Prozent nachzuweisen.

Für welches Füllmedium Sie sich entscheiden, ist erst nach gründlicher Aufklärung durch einen Plastischen Chirurgen zu treffen. Sollten Zweifel bestehen, sind kochsalzgefüllte Brustimplantate sicher als erste Wahl anzusehen. Allerdings sind hier die möglichen Nachteile: festere Brust, kürzere Haltbarkeit, Bruch des Ventils (ca.6%).

 

Lebensdauer eines Silikon-Brustimplantates

 

In den USA werden jährlich mehr als 250 000 Brustvergrößerungen durchgeführt.

Die Firma Mentor schreibt in ihren Produktunterlagen:
Die Patientin muss darauf hingewiesen werden, dass nicht mit einer lebenslangen Haltbarkeit des Implantates zu rechnen ist.

 

Gewährleistungsprogramm für Brustimplantate mit Silikongel

Ihre Brustimplantate müssen nicht unbedingt ihr ganzes Leben lang halten. Allerdings gibt Ihnen die Firma Mentor mit dem PatientSafe Coverage Programm eine lebenslange Brustimplantat-Austauschgarantie. Eine wesentliche Vorraussetzung für die Gewährung ist, dass Ihr Brustimplantat von einem qualifizierten und zugelassenen Chirurgen, entsprechend der anerkannten chirurgischen Verfahren in einer Brustoperation eingebracht wurde.

 

Brustimplantate-Verordnung

Brustimplantate sind in der höchsten Risikoklasse (Klasse III) für Medizinprodukte eingestuft. Ihre Zulassung wird durch eine CE - Kennzeichnung dokumentiert. Durch diese Richtlinien für Medizinprodukte werden hohe Anforderungen an die Gewährleistung von Qualität und Sicherheit der Implantate gefordert.

Das Europäische Parlament hat zusätzlich eine strengere Aufklärung als Vorraussetzung für die Einwilligung zu dem operativen Eingriff, die Einrichtung nationaler Implantatregister und die Langzeitbeobachtung der Patientinnen mit Brustimplantaten verlangt.

 

Vollnarkose oder örtliche Betäubung während der Brustoperation

In der Regel wird eine Brustvergrößerung unter Vollnarkose durchgeführt. Dies ist heute auch ambulant möglich. Bei einem Schnitt unter der Brust oder am Brustwarzenrand mit Brustimplantat-Positionierung über dem Brustmuskel, können Sie auch eine örtliche Betäubung, häufig kombiniert mit Dämmerschlaf, wählen.

 

Ambulante oder stationäre Brustoperation

Hauptsächlich in Abhängigkeit von der Schmerzempfindlichkeit, aber auch von häuslicher Betreuung und dem Wohnort, ist zwischen stationärer, kurzstationärer und ambulanter Operation zu wählen. Die meisten meiner Patientinnen wählen das ambulante Vorgehen.

 

 

Brustimplantate - Wahl der Größe

Die Größe der Brustimplantate für eine Brustvergrößerung ist einerseits nach den Wünschen der Patientin, andererseits nach fachärztlichem Rat hinsichtlich der Möglichkeiten bedingt durch die Anatomie des Brustkorbes und der bestehenden Größe, Form und Position der Brust und der Dehnbarkeit des Gewebes zu bestimmen.

 

 

Wahl der Zugänge für die Brustoperation

Zum Einsetzen der Brustimplantate zur Brustvergrößerung stehen drei Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Achselhöhle
  • Brustumschlagfalte
  • Brustwarzenrand

Der Zugangsweg kann auch von der Größe des Brustimplantates abhängen. Der Hautschnitt und die daraus resultierende Narbe ist etwa 3,5 bis 4,5 cm lang. In aller Regel heilen die Narben weitgehend unauffällig ab. Bei einem Schnitt in der Achselhöhle besteht der Vorteil, daß keinerlei Narben an der Brust vorhanden sind. Nur bei Komplikationen kann ein zusätzlicher Schnitt unter der Brust notwendig werden.

 

 

Lage der Brustimplantate

Die Brustimplantat-Tasche kann

  • über dem Brustmuskel
  • unter der Brustmuskelfaszie (feste Deckschicht eines Muskels)
  • unter dem Brustmuskel

liegen.

Alle drei Methoden sind bei der Brustoperation möglich. Die Vor- und Nachteile sind abzuwägen. Nur bei sehr schlanken Frauen muß das Brustimplantat unter den Brustmuskel verlagert werden, um eine ausreichende Bedeckung zu gewährleisten und damit die Kontur der Brustimplantate möglichst nicht sichtbar ist.

 

 

Nachbehandlung der Brustoperation

Falls Drainagen gelegt wurden (Ableiten von Blut und Gewebeflüssigkeit in Saugbehälter) werden diese nach 1 - 2 Tagen entfernt. Der sogenannte formende Verband, damit das Brustimplantat an der Stelle der Implantation einheilt und nicht verrutscht, wird nach 6 - 8 Tagen entfernt. Ein BH sollte, wenn kein anderer Hinweisgegeben wird, in den ersten 3 - 6 Wochen Tag und Nacht getragen werden. Die Hautfäden werden nach etwa 10 Tagen entfernt. Zumeist werden aber auch für die Hautnaht auflösbare, nicht zu entfernende Fäden verwendet.

 

 

Verhärtung der Brust nach einer Brustvergrößerung

Jeder in den menschlichen Organismus eingebrachte Fremdkörper, wie z.B. ein Brustimplantat, wird vom Körper erkannt und mit einer Bindegewebeschicht umhüllt. Das ist als ein natürlicher Vorgang anzusehen. Dieses vom Körper neugebildete Gewebe wird als Bindegewebekapsel bezeichnet. Wenn es, zumeist in den ersten 3 - 6 Monaten nach der Brustoperation, zu einer Schrumpfung dieser Bindegewebekapsel kommt, entsteht eine Verhärtung unterschiedlichen Grades. Dabei wird allerdings nicht das Silikon-Brustimplantat oder das Brustgewebe härter. Der Grund für die Verhärtung ist ein Missverhältnis zwischen gleichbleibender Größe des Brustimplantates und schrumpfender Bindegewebekapsel. Dies stellt selten ein medizinisches, sondern vor allem ein ästhetisches Problem dar, da die kegelförmige Brustform runder und weniger natürlich wirkt. Bei Grad 3 ist die Brust deutlich fester und die Umrisse der Brustimplantat-Grenzen zu „erahnen“. Nur bei dem höchsten Grad der Verhärtung (Grad 4) wird die Haut der Brust kälter und es können Schmerzen auftreten. Die genaue Ursache von Verhärtungen ist nicht bekannt. Es werden u. a. Blutungen und unterschwellige Infektionen dafür verantwortlich gemacht.

 

 

Was ist bei einer Brustverhärtung zu tun?

Wenn eine operative Brustkorrektur als notwendig erachtet wird, muss die geschrumpfte Bindegewebekapsel an ihrer Basis vollständig aufgetrennt werden. Danach ist die Brust wieder weich. In den meisten Fällen ist dazu ein Schnitt in der Brust-Umschlagfalte notwendig, wenn er nicht bereits durch die Erstoperation besteht. Sogenannte Kapselsprengungen - ein starkes Zusammenpressen der Kapsel durch den Arzt - sollte heute keinesfalls mehr durchgeführt werden. Der Gewebeschaden ist ungleich größer und es besteht die Gefahr der Implantatruptur.

 

 

Schwangerschaft/ Stillfähigkeit

Eine Schwangerschaft sollte in den ersten 3 Monaten nach der Brustoperation vermieden werden. Für eine spätere Schwangerschaft sind Silikonimplantate nicht nachteilig. Die Stillfähigkeit bleibt bei den meisten Frauen erhalten. Brustimplantate können aber auch bei manchen Frauen die Fähigkeit zum Stillen verhindern, vor allem bei Schnitten im Brustwarzenhofbereich.

 

 

Allergie

Allergien auf Silikon sind äußerst selten. In unserem täglichen Umfeld kommen wir alle mit Silikon, welches sich auch in Nahrungsmitteln und Zahnpasta befindet, in Berührung.

 

 

Wieviel wiegt das Brustimplantat?

Das Gewicht hängt von Größe und Füllvolumen ab. Die Herstellerangaben in Gramm entsprechen ungefähr denen in Kubikzentimetern. Ein 250 ccm großes Silikongel-Brustimplantat wiegt etwa 250g.

 

 

Brustimplantat-Pass/ Gewährleistungsprogramm

Sie erhalten nach der Brustoperation einen Pass mit allen notwendigen Angaben über das verwendete Brustimplantat, wie z.B. Hersteller und Produktionsnummer. Diesen müssen Sie gut verwahren. Zusätzlich erhalten Sie durch die Herstellerfirma in den USA (MENTOR) einen Gewährleistungspass (Patient Safe Coverage Programm). Alle mit Silikongel gefüllten Brustimplantate unterliegen einem lebenslangen kostenfreien Austausch wenn eine Ruptur aufgetreten ist.

 

 

Brust-Kontrolluntersuchungen

Nach der Brustoperation und damit Brustimplantat-Einbringung ist eine regelmäßige, zumeist jährliche Nachuntersuchung durch den Operateur zu empfehlen. Untersuchungen auf Brustkrebs, wie zum Beispiel Mammographie und Ultraschall, sind in aller Regel nicht eingeschränkt. Bei zweifelhaften Befunden stehen moderne apparative Methoden,wie CT und Kernspintomographie, zur Verfügung. Die beste Vorsorge ist aber ihr eigenes Abtasten der Brust.

 

 

Wann wird ein Brustimplantat-Wechsel notwendig?

Vor einem Jahrzehnt bestanden noch Empfehlungen, Silikonimplantate nach etwa 15 – 20 Jahren, kochsalzgefüllte Brustimplantate nach etwa 8-15 Jahren gegen neue Brustimplantate auszutauschen.
Es gibt aber heute aktuellere Standpunkte, so z.B. nach 10 Jahren engmaschiger zu kontrollieren und dann bei Notwendigkeit einen Wechsel der Brustimplantate vorzunehmen. Insgesamt ist festzuhalten, dass ein genauer Zeitpunkt nicht vorauszusagen ist. Es sind völlig neue Brustimplantate auf dem Markt. Die diversen Hersteller bieten auch unterschiedliche Produkte an und die Belastung der die Brustimplantate vor allem durch Bewegung ausgesetzt sind, ist bei jeder Frau verschieden. Das bedeutet eine allgemeingültige Regel lässt sich nicht aufstellen.

 

Brustvergrößerung und Bruststraffung

Bei manchen Frauen kann ggf. wegen stark herabhängender Brust auch eine zusätzliche Bruststraffung notwendig sein. Alternativ ist auch an eine alleinige Bruststraffung zu denken.

 

Risiken einer Brustvergrößerung mit Silikon-Brustimplantaten

Bei der Brustvergrößerung mit Silikon-Brustimplantaten können einerseits Risiken auftreten die bei jeder Operation möglich sind: Nachblutung, Wundinfektion, Wundheilungsstörrungen, auffällige Narbenbildung, Thrombosen oder Embolien. Andererseits bestehen Risiken die nur durch das Brustimplantat bedingt sind: Verhärtung der Brust durch Kapselfibrose, Ruptur der Brustimplantate, Verschiebung der Brustimplantate und Folgeoperationen. Eine vollständige Darstellung aller Risiken der Brust-OP muss einem Beratungsgespräch vorbehalten bleiben.

 

Job, Sport, Sauna, Solarium

Abhängig von der Art Ihrer Tätigkeit können Sie nach 8 - 14 Tagen wieder arbeiten. Ein Sport-BH sollte für 6 Wochen getragen werden. Sport kann in aller Regel nach 3 - 4 Wochen wieder ausgeübt werden. Ebenso können Sie nach dieser Zeit zu Sauna und Solarium gehen.

 

Können Sie Fliegen oder Sporttauchen?

Bei Änderung des Drucks kann es zu leichten Expansionen und Kontraktionen der Hülle kommen. Das kann eine kleine Menge an Luftbläschen im Implantat zur Folge haben. Bei Gel– oder kochsalzgefüllten Implantaten hören Sie eventuell Gurgelgeräusche. Diese sollten nach 48 Stunden wieder weg sein. Ansonsten besteht nach Herstellerangaben kein nachteiliger Einfluss.

 

Bitte beachten Sie

Dieses Informationsmaterial kann ein sorgfältiges Beratungsgespräch und eine patientenbezogene Untersuchung nicht ersetzen. Über spezielle und individuelle Risiken, Einschränkungen und Möglichkeiten der Brustvergrößerung muß der Operateur gezielt aufklären. Jeder Patient sollte Risiken und Einschränkungen des Ergebnisses bei der Brust-OP verstanden haben.

 

FAKTEN ZUR Brustvergrößerungs-Operation

  • Die ersten Beratungsgespräche dauern ca. 90 Minuten.
  • Die Dauer der Brustoperation beträgt ca. 1,5 Stunden.
  • Die Brustoperation erfolgt unter Vollnarkose.
  • Ambulante, selten stationäre Behandlung.
  • Fadenentfernung nach 10 bis 12 Tagen.
  • Formender Verband für 2 Wochen.
  • Sport-BH für 6 Wochen.
  • Gesellschaftliche Aktivitäten sind nach 3 Wochen möglich.
  • Sport uneingeschränkt ab der 7. Woche.

Hier können Sie diese Informationen als PDF Datei downloaden.PDF Download der Infobroschüre


Häufig gestellte Fragen zur Brustvergrößerung