Brustvergrößerung durch Silikon-Implantate
Für eine Brustvergrößerung spielen ästhetische Gründe eine zentrale Rolle. Unverhältnismäßig kleine oder asymmetrische Brüste sind für betroffene Frauen oft eine starke psychische Belastung. Auch bei krankhaften Fehlbildungen der Brüste gibt es die medizinische Notwendigkeit für Brustvergrößerungen. Rund 25.000 Brustvergrößerungen werden pro Jahr in Deutschland vorgenommen, mehr als die Hälfte davon bei Frauen, die nicht älter als 25 Jahre sind. Die ästhetische Brustvergrößerung, manchmal ergänzt durch die gleichzeitige Bruststraffung oder Brustformung, gibt dem Körper ein attraktiveres Erscheinungsbild und verhilft Frauen zu mehr Selbstbewusstsein und Zufriedenheit. Ziel einer Brustvergrößerung sind natürlich aussehende und sich anfühlende Brüste, die zum Körperbild passen und bei Körperbewegungen nicht starr sind.
Eine Brustvergrößerung wird in der Regel unter Vollnarkose vorgenommen, wobei dies heute auch ambulant möglich ist. Für die Brustvergrößerung verwenden wir Implantate aus kohäsivem, d.h. zusammenhaltenden, bzw. hochkohäsivem Silikongel der neuesten Generation der amerikanischen Firma MENTOR. Dies hat den Vorteil, dass das natürlich Tastgefühl gewährleistet und die dauerhaft stabile Form sowie die höchstmögliche Sicherheit beibehalten werden. Silikon ist zudem biokompatibel und wird vom Körper gut toleriert.
Die Brustvergrößerung ist, wie jede andere Operation auch, selbst bei größter Sorgfalt und Qualität in der Durchführung nicht frei von Risiken. Trotz schonender Verfahren wird fälschlicherweise oft der Eindruck erweckt, dass eine Brustvergrößerung ganz ohne sichtbare Narben möglich sei. Verschiedene Studien haben dagegen gezeigt, dass das Brustkrebsrisiko nach einer Brustvergrößerung nicht höher ist als im Durchschnitt der Bevölkerung. Die Implantate stören auch nicht bei der Vorsorgeuntersuchung durch Mammografie bzw. Sonografie oder andere moderne opperative Verfahren.
Daher ist die ausführliche Beratung zur Brustvergrößerung in einem individuellen Beratungsgespräch in unserer Praxisklinik in München eine wichtige Voraussetzung. Die nachfolgenden Informationen sollen Ihnen dabei eine erste Orientierung geben.
Fakten zur Brustvergrößerung
In den USA verbot die Food and Drug Administration 1992 die Verwendung von Silikonfüllungen zur Brustvergrößerung. Von betroffenen Patientinnen gab es zahlreiche Vorwürfe; in der Tat wiesen diese früheren Generationen der Implantate zur Brustvergrößerung verschiedene Schwächen auf. Silikonhüllen waren früher zu dünn und konnten leichter reißen. Außerdem konnte das seinerzeit für eine Brustvergrößerung verwendete viel flüssigere Silikon auslaufen (bleeding), auch wenn die Hülle intakt war. Nach zahlreichen Studien und technischen Weiterentwicklungen war der Einsatz der neuen Implantat-Generationen auch in den USA alsbald wieder erlaubt; in Europa garantiert seit 2001 ein Gütesiegel für die Qualität aller bei einer Brustvergrößerung verwendeten Produkte, in den USA zertifiziert die äußerst strenge Gesundheitsbehörde FDA. Seit 1963 wurden durch Brustvergrößerungen weltweit über 10 Mio. Silikon-Implantate eingesetzt, davon in den USA allein 4,5 Mio.
Brustvergrößerung mit Silikon-Implantaten
Im Gegensatz zu den ersten Generationen der Silikonimplantate sind die heute bei einer Brustvergrößerung verwendeten Produkte mit neueren, festen Füllungen versehen. Das Wort kohäsiv (= vernetzt) beschreibt den Charakter der Implantate bzw. die Konsistenz des Gels recht treffend. Das sogenannte Kohäsivgel verhält sich wie ein fester Körper, nicht wie eine Flüssigkeit; die dichte Vernetzung verhindert beispielsweise ein Auslaufen, wenn das Implantat reißen sollte. Bei einer Brustvergrößerung kommen Implantate in zwei verschiedenen Grundformen zum Einsatz: rund und anatomisch (Tropfenform). Bezüglich der Profile gibt es unterschiedliche Verhältnisse von Höhe (Projektion) und Breite (Basis), die für jede Frau vor der Brustvergrößerung individuell zu bestimmen ist!
MENTOR-Implantate zur Brustvergrößerung
Für die Brustvergrößerung verwenden wir Brustimplantate mit Füllungen aus kohäsivem bzw. hochkohäsivem Silikongel der neuesten Generation der amerikanischen Firma MENTOR. Wesentlich seltener kommen Implantate mit Kochsalzfüllung zum Einsatz. Obwohl es sich weich und geschmeidig anfühlt und dem natürlichen Tastgefühl damit entgegenkommt, ist das von MENTOR eingesetzte Silikongel tatsächlich eine zusammenhängende feste Einheit, ein sogenanntes kohäsives Polymer. Es handelt sich also nicht um halbflüssiges oder gar flüssiges Material. MENTOR stellt seit 1969 Brustimplantate zur Brustvergrößerung her und ist damit einer der ältesten und erfahrenen Produzenten mit einem in der medizinischen Fachwelt unumstritten guten Ruf. Die Produkte sind in drei unterschiedliche Kohäsions-Stufen eingeteilt. Bei den runden Implantaten sind dies kohäsiv I und II, bei den anatomisch geformten Implantaten kohäsiv III. Das bedeutet, dass anatomische Brustimplantate etwas fester sind, um bei der Brustvergrößerung die Tropfenform des Implantats zu behalten. Das MENTOR Gewährleistungs-Programm (Patient Safe Coverage Program) bietet Ihnen eine lebenslange Garantie. Rund 10 Jahre nach der Brustvergrößerung sollten engmaschigere Untersuchungen durchgeführt werden, um Rupturen ggf. frühzeitig zu erkennen. Sehr vorteilhaft an den neuesten MENTOR Brustimplantaten ist das vergleichsweise wesentlich seltenere Platzen der Hülle nach einer Brustvergrößerung. Eine Verhärtung der Brust, die bei glatten Brustimplantat-Hüllen zwischen 30 und 50 Prozent vorkam, ist nun laut internationaler Studien nur noch deutlich unter 10 Prozent nachzuweisen.
Beschaffenheit der Implantate
Die Oberfläche der Brustimplantate kann glatt oder, wie heute fast ausschließlich verwendet, texturiert (aufgeraut) sein.
- Texturierte Brustimplantate verringern das Auftreten von Kapselfibrosen (Verhärtungen der Brust) deutlich, da die Fasern des neugebildeten Bindegewebes ungeordnet bleiben und dadurch weniger schrumpfen. Allerdings sind die Hüllen dieser Brustimplantate dicker. Bei sehr dünnen Frauen sind sie auch bei einer Lage unter dem Muskel im Randbereich häufiger tastbar. Bei diesen Patientinnen kann bei einer Brustvergrößerung ein glattes, weicheres Implantat eingesetzt werden.
- Brustimplantate mit glatten Oberflächen haben eine weichere Hülle und sind durch ein dünnes Gewebe weniger spürbar.
Wahl der Brustimplantate
Über alle individuellen Möglichkeiten bei Ihnen informieren wir Sie in einem ausführlichen Beratungsgespräch in unserer Praxisklinik in München.
Um bei einer Brustvergrößerung ein optimales Ergebnis zu erzielen, sollte ein Implantat weich sein und dem natürlichen Brustgewebe weitgehend in der Konsistenz entsprechen. Es muss beständig sein und gut vom Körper vertragen werden. Bei einer Mammographie sollte es die Röntgenstrahlen durchlassen, um das Brustgewebe optimal beurteilen zu können.
Meist werden heute für eine Brustvergrößerung texturierte Brustimplantate ausgewählt. Bei sehr dünnen Patientinnen, bei denen selbst eine Implantatverlagerung unter den Brustmuskel keine ausreichende Bedeckung ergibt, können auch glatte Brustimplantate, die weniger tastbar sind, verwendet werden.
Die häufig für eine Brustvergrößerung benutzten runden Brustimplantate mit ihren diversen Ausformungen ergeben sehr schöne und ästhetische Ergebnisse nach der Brust-OP. In den letzten Jahren sind anatomisch geformte Brustimplantate in Tropfenform dazugekommen. Bei diesen Brustimplantaten sind die oberen Anteile flacher. Sie sind jedoch fester und im Randbereich eher zu ertasten.
Für Frauen mit ganz dünnen Weichteilverhältnissen können auch weichere Implantate mit glatten Oberflächen verwendet werden.
Die Größe der Brustimplantate für eine Brustvergrößerung ist nach den Wünschen der Patientin, ihren körperlichen Vorraussetzungen und dem fachärztlichen Rat zu bestimmen. Dabei spielen auch medizinische Faktoren eine Rolle wie
- Anatomie des Brustkorbs
- bestehende Größe, Form und Position der Brust
- Dehnbarkeit des Gewebes
- Gesundheitszustand
- Rauchen
Möglichkeiten und Grenzen der Brustvergrößerung
Es bestehen die üblichen Risiken einer Operation, über die wir Sie in einem umfangreichen Beratungsgespräch in unserer Praxisklinik aufklären.
Eigengewebe ist zur Brustvergrößerung nicht geeignet. Nebeneffekte wie Narben, Konturveränderungen u.v.m. machen dies nicht tolerabel. Das Einspritzen von zuvor abgesaugtem eigenem Fettgewebe (Lipostructure) ist ebenfalls noch nicht ausgereift, da derart große Fettgewebemengen schnell vom Körper abgebaut werden und auch nachteilige Folgen haben können. Hormongaben und gymnastische Übungen führen zu keiner wesentlichen und vor allem dauerhaften Vergrößerung der Brust.
Es besteht das Risiko einer sogenannten Kapselfibrose. Dabei bildet sich nach der Brustvergrößerung um das als Fremdkörper wahrgenommene Implantat eine Kapsel aus Bindegewebe. Die genaue Ursache ist unklar. Man vermutet Bakterien von der Haut oder postoperativ auftretende Einblutungen. Folgen einer Kapselfibrose sind in einigen Fällen die Verhärtung der Brust (Grad 3) und in Extremfällen die schmerzhafte Verformung (Verhärtung Grad 4). Das Auftreten liegt bei rund vier Prozent binnen zwei Jahren nach der Brustvergrößerung und rund 15 Prozent mehr als zehn Jahre nach dem Eingriff. Bei der Kapselfibrose wird übrigens nicht das Silikon-Brustimplantat oder das eigentliche Brustgewebe härter, sondern nur das um das Implantat umliegende Bindegewebe schrumpft. Dadurch fühlt sich die Brust fester an. Dies stellt selten ein medizinisches, sondern eher ein ästhetisches Problem dar. Die sonst kegelförmige Brustform ist runder und wirkt weniger natürlich (vgl. hierzu auch: Nachbehandlung der Brustvergrößerungs-OP weiter unten)
Auch wenn in den Medien anderes zu lesen steht ist eine wirkungsvolle und dauerhafte Brustvergrößerung ausschließlich mit Brustimplantaten möglich, die eine Silikonhülle haben.
In den USA wurde beispielsweise zur Brustvergrößerung ohne Implantate das System Brava entwickelt. Bei diesem Verfahren muss eine Frau täglich 10 Stunden lang einen Vakuumexpander im BH tragen. Die Behandlungsdauer beträgt etwa 15 Wochen. Durch den Dauersog auf das Brustgewebe kommt es zu einem Brustwachstum von etwa 100%. Das Volumen fällt allerdings nach Behandlungsende wieder ab. Durchschnittlich verbleiben 80-100ml mehr Brustvolumen. Durchgesetzt hat sich dieses Verfahren nicht.
Eigengewebe ist zur wirkungsvollen Brustvergrößerung ebenfalls nicht geeignet. Nebeneffekte wie Narben, Konturveränderungen u.v.m. machen dies nicht tolerabel.
Gewährleistung für Brustimplantate mit Silikongel
Das MENTOR-Gewährleistungsprogramm (Patient Safe Coverage Program) bietet Ihnen eine lebenslange Austauschgarantie auf Ihre hochwertigen Brustimplantate zur Brustvergrößerung. Diese bezieht sich zum einen rein auf das Produkt. In den ersten 10 Jahren zahlt die Firma Mentor zudem bis zu 1000 € für die Operationskosten. Wesentliche Voraussetzung für diese Gewährleistung ist, dass Ihr Brustimplantat von einem qualifizierten und zugelassenen Chirurgen, entsprechend der anerkannten chirurgischen Verfahren bei der Brustvergrößerung eingebracht wurde. Die Firma Mentor weist darauf hin, dass nicht mit einer lebenslangen Haltbarkeit des Implantats zu rechnen ist. Die Entfernung der Implantate mit oder ohne Ersatz kann erforderlich sein.
Brustvergrößerung: häufige Fragen
Was ist Silikon?
Silikon ist ein Polymer aus Silizium, Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff. Silikon gibt es in flüssiger oder fester Form und wie bei Brustimplantaten als Gel.
Was geschieht bei einer Brustvergrößerung?
Bei einer Brustvergrößerung setzt der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie einen Hautschnitt, der es ihm ermöglicht, das Brustgewebe anzuheben und darin eine Tasche auszuformen, in die das Implantat eingeführt werden kann. Je nach Beschaffenheit der Brust kann das Implantat bei einer Brustvergrößerung an drei unterschiedlichen Stellen platziert werden: unter dem Brustmuskel - vor allem bei Frauen mit wenig Fett-/Drüsengewebe - oder aber unter der Brustdrüse oberhalb des Brustmuskels. Als dritte Möglichkeit kann das Implantat unter die dünne Deckschicht des Muskels positioniert werden. Die möglichen Positionen sind im Rahmen des Beratungsgesprächs zur Brustvergrößerung sorgfältig abzuwägen; bei sehr schlanken Frauen ist es ratsam, das Implantat unter den Brustmuskel zu verlagern, um eine ausreichende Bedeckung zu gewährleisten, damit die Kontur der Implantate nicht sichtbar wird.
Welche Zugänge für die Brustvergrößerung lassen sich wählen?
Zum Einsetzen der Brustimplantate zur Brustvergrößerung stehen drei Möglichkeiten zur Verfügung:
• Achselhöhle
• Brustumschlagfalte
• Brustwarzenrand
Der Zugangsweg kann auch von der Größe und Form des Brustimplantats abhängen.
Der Hautschnitt bei einer Brustvergrößerung und die daraus resultierende Narbe ist etwa 3,5 bis 4,5 cm lang.
In aller Regel heilen die Narben weitgehend unauffällig und verdeckt ab.
Bei einem Schnitt in der Achselhöhle besteht der Vorteil, dass keinerlei Narben an der Brust vorhanden sind. Nur bei Komplikationen infolge einer vorausgegangenen Brustvergrößerung über die Achselhöhle kann ein zusätzlicher Schnitt unter der Brust notwendig werden.
Welche Anforderungen an Qualität und Sicherheit eines Implantats gibt es?
Brustimplantate zur Brustvergrößerung sind in der höchsten Risikoklasse für Medizinprodukte (Klasse III) eingestuft. Ihre Zulassung wird in Europa durch eine CE - Kennzeichnung dokumentiert. Es werden höchste Anforderungen an die Gewährleistung der Qualität und Sicherheit der Implantate zur Brustvergrößerung gestellt. Das Europäische Parlament hat zusätzlich eine strengere Aufklärung als Voraussetzung für die Einwilligung zu dem operativen Eingriff (Brustvergrößerung mit Silikongel-Implantaten), die Einrichtung nationaler Implantatregister und die Langzeitbetreuung von Patientinnen mit Brustimplantaten verlangt.
Was ist bei einer Brustverhärtung zu tun?
Durch Schrumpfung des Bindegewebes (Kapselfibrose, s.o.), das sich um das Silikonimplantat bildet, kann es nach einer Brustvergrößerung zu einer starken Verhärtung der Brust (Grad 3) kommen. Diese ist dann deutlich fester und die Umrisse des Brustimplantats sind zu "erahnen".
Beim höchsten Grad der Verhärtung (Grad 4) nach einer Brustvergrößerung wird die Haut der Brust kälter und es können Schmerzen auftreten. Wenn eine Brust-OP in Folge einer Brustverhärtung als notwendig erachtet wird, muss die geschrumpfte Bindegewebekapsel an ihrer Basis vollständig aufgetrennt werden. Danach ist die Brust wieder weich. In den meisten Fällen ist dazu ein Schnitt in der Brust-Umschlagfalte notwendig, wenn er nicht bereits durch die vorangegangene Brustvergrößerung besteht.
Beeinträchtigt eine Brustvergrößerung eine Schwangerschaft oder die Stillfähigkeit?
Eine Schwangerschaft sollte in den ersten 3 Monaten nach der Brustvergrößerung vermieden werden. Für eine spätere Schwangerschaft sind Silikonimplantate zur Brustvergrößerung nicht nachteilig. Die Stillfähigkeit bleibt bei den meisten Frauen erhalten. Brustimplantate können aber auch bei manchen Frauen die Fähigkeit zum Stillen behindern, insbesondere bei Schnitten im Brustwarzenhof-Bereich.
Was ist bei einer Silikonallergie zu beachten?
Allergien auf Silikon sind äußerst selten. In unserem täglichen Umfeld kommen wir alle mit Silikon, welches sich zum Beispiel auch in Nahrungsmitteln und Zahnpasta befindet, in Berührung. Einzelheiten sollten ggf. in einem Beratungsgespräch vor der Brustvergrößerung geklärt werden.
Wieviel wiegt das Brustimplantat?
Das Gewicht des Brustimplantats zur Brustvergrößerung hängt von Größe und Füllvolumen ab. Ein 250 ccm großes Silikongel-Brustimplantat wiegt etwa 250g.
Welche Dokumente erhalten Sie nach der Brustvergrößerung?
Wir überreichen Ihnen nach der Brustvergrößerung einen Brustimplantat-Pass mit allen Angaben über das verwendete Brustimplantat, darunter Hersteller und Produktionsnummer. Bei Implantaten der amerikanischen Firma MENTOR erhalten Sie zusätzlich einen Gewährleistungspass (Patient Safe Coverage Program). Alle mit Silikon-Gel gefüllten Brustimplantate unterliegen einem lebenslangen und kostenfreien Produktaustausch im Falle einer Ruptur der Implantate.
Welche Komplikationen können eintreten?
Bei der Brustvergrößerung mit Silikon-Brustimplantaten können Risiken auftreten wie bei jeder Operation: Nachblutungen, Wundinfektion, Störung der Wundheilung, auffällige Narbenbildung, Thrombosen oder Embolien. Es bestehen aber auch die bereits weiter oben angesprochenen Risiken, die nur durch das Brustimplantat bedingt sind: Verhärtung der Brust durch Kapselfibrose, Ruptur der Brustimplantate, Verschiebung der Brustimplantate und Folgeoperationen. Des weiteren bringt die Anästhesie Risiken mit sich. Eine vollständige Darstellung aller Risiken der Brustvergrößerung muss in einem Beratungsgespräch erfolgen.
Gibt es regelmäßige Kontrollen?
Nach der Brustimplantat-Einbringung ist eine jährliche Routineuntersuchung durch den Operateur zu empfehlen. Wir bieten diese kostenfrei an. Untersuchungen auf Brustkrebs, wie zum Beispiel Mammographie und Ultraschall, sind in aller Regel nicht eingeschränkt. Bei zweifelhaften Befunden stehen moderne apparative Methoden, wie CT und Kernspintomographie, zur Verfügung. Die beste Vorsorge ist aber Ihr eigenes Abtasten der Brust.
Wann wird ein Wechsel der Brustimplantate notwendig?
Nach 10 Jahren sind Silikon-Implantate engmaschiger zu kontrollieren. Bei Ruptur der Hülle ist ein Wechsel der Brustimplantate vorzunehmen. Ein genauer Zeitpunkt ist nicht vorauszusagen. Diverse Hersteller bieten unterschiedliche Brustimplantate an, die bei jeder Frau unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt sind. Eine allgemeingültige Regel lässt sich daher nicht aufstellen.
Kann ich eine Brustvergrößerung mit weiteren ästhetischen Maßnahmen kombinieren?
Für manche Frauen kann wegen stark herabhängender Brüste auch eine zusätzliche Bruststraffung notwendig sein. Alternativ ist auch eine alleinige Bruststraffung möglich. Bei Brustformen die einer Fehlbildung entsprechen, wie etwa der tuberösen Brust (Schlauchbrust), muss häufig neben einem Silikonimplantat eine Umformung des Drüsenkörpers und ein Tiefersetzen der Umschlagfalte erfolgen.
Job, Sport, Sauna, Solarium nach der Brustvergrößerung?
Abhängig von der Art Ihrer Tätigkeit können Sie nach 8-14 Tagen wieder arbeiten. Ein Sport-BH sollte für 6 Wochen getragen werden. Sport kann eingeschränkt nach 3-4 Wochen wieder ausgeübt werden, uneingeschränkt ab der siebten Woche. Ebenso können Sie nach 3-4 Wochen Sauna und Solarium benutzen.
Was geschieht bei Flügen oder beim Tauchen?
Bei Änderung des Drucks kann es zu leichten Expansionen und Kontraktionen der Hülle kommen. Das kann eine kleine Menge an Luftbläschen im Implantat zur Folge haben. Bei gel– oder kochsalzgefüllten Implantaten hören Sie eventuell Gurgelgeräusche. Diese sollten nach 48 Stunden wieder weg sein. Ansonsten besteht nach Herstellerangaben kein nachteiliger Einfluss.
Bitte beachten Sie
Diese Patienteninformation kann ein individuelles Beratungsgespräch und eine patientenbezogene Untersuchung nicht ersetzen. Über spezielle und individuelle Risiken, Einschränkungen und Möglichkeiten der Brustvergrößerung muß der operierende Arzt gezielt aufklären. Jeder Patient sollte Risiken und Einschränkungen des Ergebnisses bei der Brustvergrößerung verstanden haben.
Fakten zur Brustvergrößerung-OP
- Die ersten Beratungsgespräche dauern ca. 60-90 Minuten.
- Die Dauer der Brust-OP beträgt ca. 1-1,5 Stunden.
- Die Brustvergrößerung erfolgt unter Vollnarkose.
- Ambulante, selten stationäre Behandlung.
- Schmerzen: 4-8 Tage
- Fadenentfernung nach 10 bis 12 Tagen.
- Formender Verband für zwei Wochen.
- Sport-BH für sechs Wochen.
- Gesellschaftliche Aktivitäten sind nach zwei bis drei Wochen möglich.
- Sport uneingeschränkt ab der siebten Woche.

