Zur diesjährigen Frühjahrsakademie lud die Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) unter dem Motto „Es wächst zusammen, was zusammen gehört“ nach Berlin ein. Die Vorträge fanden am 12. und 13. Mai im Humboldt Carré im Herzen der Hauptstadt statt. Zusätzlich bestand am 11. Mai die Möglichkeit für die teilnehmenden nationalen sowie internationalen Fachärzte, Live-Operationen in der Park-Klinik Birkenwerder zu verfolgen. Der wissenschaftliche Austausch über Tendenzen und Entwicklungen in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie ist ein essenzieller Bestandteil für die persönliche Weiterbildung und Qualitätssicherung der einzelnen Fachärzte. Als renommierter Ästhetisch-Plastischer Chirurg sowie Vize-Präsident der VDÄPC nahm natürlich auch Dr. Hans Wolfgang Hörl an der XVII. Frühjahrsakademie teil.

OP-Kurse in der Park-Klinik Birkenwerder

Der Auftakt der Frühjahrsakademie begann nicht in der Hauptstadt selbst, sondern im rund 30 Kilometer entfernten Birkenwerder. Die Chefärzte der Park-Klinik Birkenwerder und gleichzeitige Tagungspräsidenten, Dr. Klaus Ueberreiter und Dr. Ursula Tanzella, ermöglichten in ihrer Klinik Live-Operationen zu verschiedenen Themen. Neben den beiden Chefärzten standen weitere renommierte, internationale Ästhetisch-Plastische Chirurgen an den OP-Tischen. Unter anderem konnten die interessierten Kongressteilnehmer Methoden zur Eigenfettbehandlung an Brust und Gesicht, zur Haartransplantation sowie zur Brustverkleinerung beobachten.

 

Die Ästhetisch-Plastische Chirurgie in Zahlen

Genaue Zahlen zu ästhetisch-plastischen Operationen und Behandlungen zu finden, ist aufgrund eines fehlenden Zentralregisters in Deutschland recht schwierig. Daher bemüht sich die VDÄPC, durch regelmäßige Umfragen einen Einblick in das Fachgebiet der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie zu ermöglichen. Bei der Operations- und Behandlungsstatistik des Jahres 2016 handelt es sich um eine Mitgliederbefragung der VDÄPC und der DGÄPC. In beiden Fachvereinigungen befinden sich ausschließlich qualifizierte Fachärzte, die schwerpunktmäßig in der Ästhetik arbeiten. Somit lassen die Ergebnisse der 125 aktiven Mitglieder der VDÄPC und DGÄPC Rückschlüsse auf deutschlandweite Tendenzen zu, auch wenn es keine absoluten Zahlen gibt, welche die gesamte Ästhetisch-Plastische Chirurgie in Deutschland widerspiegeln. Generell ergab die Statistik einen erneuten Zuwachs an ästhetisch-plastischen Operationen um rund zehn Prozent. Ästhetische Behandlungen werden somit in Deutschland zunehmend selbstverständlicher und verlieren ihren „Tabu-Status“. Zudem zeigt die Auswertung der Mitgliederbefragung, dass sich Männer im Vergleich zu vorangegangenen Jahren häufiger zu ästhetischen Eingriffen entschließen. Zwar ist der Hauptteil der Patienten weiterhin weiblich, die Männerquote kletterte jedoch von 12 auf 13 Prozent.

 

Die Operations- und Behandlungsstatistik für das Jahr 2016

Weitere Ergebnisse der Mitgliederumfrage der beiden deutschen Fachgesellschaften können Interessierte hier nachlesen. Die Statistik informiert über die häufigsten ästhetisch-plastischen Eingriffe bei Frauen sowie bei Männern des letzten Jahres und verdeutlicht Tendenzen innerhalb des Fachgebietes.

 

Eigenfettbehandlungen, Brustchirurgie und Weibliche Genitalchirurgie im Fokus

Schwerpunkte der XVII. Frühjahrsakademie der VDÄPC und DGÄPC fanden sich besonders in der Eigenfettbehandlung. Die Unterspritzung mit körpereigenem Fett, welche auch unter der Bezeichnung Lipofilling bekannt ist, wird in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie zunehmend gefragter. Bei verschiedenen Eingriffen lassen sich durch die Injektion von Eigenfett bereits natürliche und harmonische Ergebnisse ohne Fremdkörpereinsatz erzielen:

Auch die Brustchirurgie sowie die Intimchirurgie waren mit verschiedenen Themenpunkten auf der Frühjahrstagung vertreten. Besonders die weibliche Genitalchirurgie hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Präsenz gewonnen und gilt hierzulande nicht mehr als gesellschaftliches Tabu. Vielfach sind Frauen mit dem Aussehen ihres Intimbereichs unzufrieden und fühlen sich gehemmt. Die Ästhetisch-Plastische Chirurgie kennt unterschiedliche Maßnahmen, Betroffenen zu einem natürlichen, gesunden und ästhetischen Gesamtbild zu verhelfen und damit den Leidensdruck zu mindern. In seiner Praxis berät Dr. Hörl ausführlich, persönlich und diskret zu verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten wie zum Beispiel der Brustchirurgie oder der weiblichen Intimchirurgie in München.

 

Auszeichnung für herausragende Leistungen

Auch auf der XVII. Jahresakademie zählte die Verleihung der Herbert-Höhler-Nadel zu einer der Höhepunkte. Eingeführt wurde sie durch die Fachgesellschaft zur Ehrung herausragender Dienste in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie. Die erstmalige Auszeichnung fand 2004 anlässlich der IX. Jahrestagung der VDÄPC statt. Der erste Preisträger war Prof. Dr. Ulrich T. Hinderer aus Madrid, in diesem Jahr wurde Dr. Giovanni Botti aus Italien im Namen der Fachgesellschaft durch VDÄPC-Präsident Prof. Dr. Dennis von Heimburg ausgezeichnet.

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