Schlupfwarze / Hohlwarze
Dauerhaft eingezogene Brustwarzen werden als Hohlwarze bezeichnet, eine zeitweise nicht sichtbare Brustwarze wird Schlupfwarze genannt und erklärt eine, in der Regel angeborene Fehlbildung der Brustwarze. Die Brustwarzen sind nach innen gewölbt (invertierte Mamillen). Die Schlupfwarze kann auch einseitig oder asymmetrisch auftreten.
Dieser Zustand kann ein psychisches Problem für die betroffenen Frauen darstellen. Zudem ist die Stillfähigkeit eingeschränkt oder überhaupt nicht gegeben bzw. ist bei einer stark ausgeprägten Schlupfwarze oder Hohlwarze unter Umständen auch die Hygiene beeinträchtigt.
Die Brustdrüse hat viele kleine Milchgänge, die wiederum in größere Gänge münden. Diese enden schließlich in den großen Ausführungsgängen an den Brustwarzen. Bei einer Schlupfwarze oder Hohlwarze sind die etwa zehn Milchgänge verkürzt. Dies betrifft auch das benachbarte Bindegewebe. Das ist der Grund, warum die Brustwarze entweder nur zeitweise oder lebenslang nicht aufgerichtet werden kann. Eingezogene Brustwarzen können aber auch im Rahmen von Vernarbungen bei Entzündungen oder Brustkrebs auftreten.
Durch operative Verfahren wird die Brustwarze aufgerichtet. Eine Durchtrennung der Milchgänge ist allerdings dabei erforderlich mit der möglichen Folge einer andauernden Stillunfähigkeit.
Bei der Operation werden die Gewebeverbindungen gelöst, welche die Brustwarze nach innen ziehen. Danach wird der Hohlraum unterpolstert, sodass sich die Brustwarze fortan nicht mehr nach innen ziehen kann.
Dieses Verfahren ist allen Operationsvarianten gemeinsam, wenn auch in Details Unterschiede bestehen. Eine Alternative zur Operation stellt die sogenannte Niplette dar.
Ausführliche individuelle Informationen zur Schlupfwarze oder Hohlwarze (eingezogene Brustwarze) erhalten Sie in einem persönlichen Beratungsgespräch in unserer Praxisklinik für Plastische und Ästhetische Schönheitschirurgie in München.
Ausführliche Informationen über Schlupfwarze und Hohlwarze
Bei dieser Veränderung der Brustwarze besteht eine Verkürzung der etwa 10 Milchgänge. Das ist der Grund, warum die Brustwarze nur zeitweise oder gar nicht aufgerichtet wird.
Bei den operativen Verfahren wird eine Aufrichtung der Brustwarze erreicht. Allerdings werden dabei die Milchgänge durchtrennt, was zu einer dauerhaften Stillunfähigkeit führt.
Das Prinzip der Operation
Das Prinzip besteht in der Beseitigung der Ursache, nämlich zu kurze Milchgänge, die die Warze mehr oder weniger nach innen ziehen.
Am Beginn der Operation wird die Brustwarze mit einem Faden angehoben und die zu kurzen Milchgänge und Bindegewebszüge durchtrennt. Der entstehende Hohlraum wird durch Verlagerung von umgebendem Gewebe mit Nähten verschlossen. Dadurch kann die Brustwarze nicht in ihre alte eingezogene Position zurückfallen.
Betäubung
Eine alleinige Korrektur der Schlupfwarze oder Hohlwarze kann immer in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) vorgenommen werden.
Ambulant oder Stationär
Die Korrektur der Schlupfwarzen oder Hohlwarzen wird ambulant durchgeführt. Wenn die Operation anlässlich einer Bruststraffung, Brustverkleinerung oder Brustvergrößerung durchgeführt wird, ist ein kurzer Klinikaufenthalt zu überlegen.
Was sind die Risiken?
Das prozentual höchste Risiko ist das Wiederauftreten einer Schlupfwarze oder Hohlwarze nach erfolgter Operation (10-15%). Bei echten Hohlwarzen ist Fähigkeit zum Stillen nicht vorhanden. Nach der Korrekturoperation gibt es sowohl Berichte von Patientinnen dass sie Stillen konnten, wie auch von verbleibender Stillunfähigkeit. Ähnlich variierend sind die Angaben hinsichtlich des Gefühls im Brustwarzenbereich.
Job, Sport, Sauna, Solarium
Die Arbeitsfähigkeit ist in aller Regel nicht eingeschränkt.
Die Fäden werden nach 12-14 Tagen entfernt. Danach können Sie im Bereich der Brust wieder duschen. Baden sollten Sie 3 Wochen nicht. Sport und Sauna sollten Sie ebenso für 4 Wochen vermeiden.
Bitte beachten Sie:
Dieses Informationsmaterial kann ein sorgfältiges Beratungsgespräch und eine
patientenbezogene Untersuchung nicht ersetzen. Über spezielle und individuelle Risiken, Einschränkungen und Möglichkeiten muss der Operateur gezielt aufklären. Jeder Patient sollte Risiken und Einschränkungen des Ergebnisses bei diesen Operationen verstanden haben.
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