Ausgleichen einer Brustasymmetrie

Jeder Mensch verfügt über zwei unterschiedliche Gesichtshälften, unterschiedlich lange Beine und -im Fall der Frau- auch über unterschiedliche Brüste in Größe und Form.

Die Brustasymmetrie (Anisomastie) gehört ebenso wie die Mikromastie oder Makromastie zu den Brustfehlbildungen. Im Allgemeinen versteht man unter Brustasymmetrie ungleiche Brüste, also einen individuellen Größenunterschied, jedoch kann auch bei gleicher Größe die Form der Brüste variieren. Die Brustasymmetrie tritt oft in Kombination mit anderen Brustfehlbildungen auf.

Aber wo ist die Grenze, ab der eine Brustasymmetrie als Fehlbildung bezeichnet werden kann? Kein Körperbau weist eine hundertprozentige Symmetrie auf. Das macht schließlich auch den Charme und die Eigenheit des Äußeren jedes Menschen aus.

Handelt es sich nicht um eine familiäre Vererbung, so können folgende Ursachen vorliegen, welche die Entwicklung der Brust in der Phase des Wachstums stören, oder nach Abschluss des Brustwachstums eine Brustasymmetrie hervorrufen. Dieses können bspw. Verletzungen der Brust, Bestrahlung der Brust, Infektionen oder Entzündungen, Operationen und auch Geschwulste, ausgelöst durch Krebs sein.

Wenn die natürliche Asymmetrie besonders stark ausgeprägt ist, eine Brust um vieles größer oder anders geformt ist als die andere, dann kann die moderne Ästhetische Chirurgie durch eine Brustvergrößerung, Brustverkleinerung oder Bruststraffung die Brustasymmetrie ausgleichen helfen.

Ausführlichere Informationen zur Brustasymmetrie-Korrektur erhalten Sie in einem individuellem Beratungsgespräch in unserer Praxisklinik für Plastische und Ästhetische Schönheitschirurgie in München.


Das Prinzip der Brust-OP

Bei der Bruststraffung oder Brustformung besteht das Prinzip der Brust-OP in der Anhebung und Neuformung der Brust, dem Versetzen und teilweise Verkleinern der zu tiefstehenden und zu großen Brustwarzen und der Entfernung von überschüssiger Haut. Bei einer Brustverkleinerung wird zusätzlich noch ein, mit der Patientin zuvor zu besprechender Teil des Drüsen- und Fettgewebes der Brust entfernt, um das Volumen zu verkleinern. Auch diese Brustoperation führt zu einem Anheben, einer Neuformung und in Anhängigkeit von der Konsistenz des Brustgewebes, einer Festigung und Straffung der Brust sowie zusätzlich zu einer Verringerung des Volumens.

 

Die Art der Brustwarzen-Neupositionierung

Bei den allermeisten Frauen ist ein Versetzen der zu tief stehenden Brustwarzen an einem sogenannten "Gewebestiel" möglich. Damit werden Gefühl, Stillfähigkeit und die erhabene Kontur der Brustwarze auch in den meisten Fällen erhalten. Vor allem bei sehr großen und stark hängenden Brüsten, die verkleinert werden sollen, kann es unter Umständen notwendig werden, aus der Brustwarze ein sogenanntes "freies Transplantat" zu machen, um einem teilweisen Absterben des Brustwarzengewebes vorzubeugen. Die Brustwarze und der Warzenhof werden dann verpflanzt. Damit wird die Brustwarze allerdings flacher und Gefühl und Stillfähigkeit sind aufgehoben. Dieses Vorgehen muss Einzelfällen vorbehalten bleiben.

 

Vollnarkose oder örtliche Betäubung für die Brust-OP

Lediglich eine Bruststraffung oder Brustformung bei motivierten Frauen und kleinen Brüsten kann auch in örtlicher Betäubung - evtl. kombiniert mit einem Dämmerschlaf - durchgeführt werden. Ansonsten ist für eine Bruststraffung, eine Brustformung und für eine Brustverkleinerung eine Vollnarkose notwendig.

 

Ambulant oder stationärer Aufenthalt

Bruststraffung, Brustformung und Brustverkleinerung, ob in örtlicher Betäubung oder Vollnarkose, können in unserer Praxisklinik ambulant durchgeführt werden. Manchmal wird allerdings ein stationärer Aufenthalt von etwa 1-2 Tagen gewählt. Die Brustverkleinerung sollten ebenfalls mit einem stationären Aufenthalt von 1 - 3 Tagen verbunden werden.

Der Verlauf der Narben

Unabhängig von im Folgenden zu besprechenden Risiken, wird immer eine mehr oder weniger sichtbare Narbe an der Brust resultieren. Diese ist im Wesentlichen von ihrer individuellen Narbenbildung abhängig. Bei der narbensparenden modernen Technik nach LeJour, besteht eine Narbe um die Brustwarze und eine weitere vom Unterrand der Brustwarze bis in die sogenannte Umschlagsfalte. Bei dieser Methode sieht die Narbe am Ende der Operation vorübergehend unschön aus, glättet sich aber im Laufe von 6 - 8 Wochen. Durch diese Vorgehensweise bei einer Brust-OP, können die langen Narbenanteile unter der Brust ganz vermieden werden oder sind nur kurzstreckig.

Bei der früheren Methode, die allerdings auch heute noch bei sehr großen Brüsten oder einem sehr starken Herabhängen der Brust angewendet werden muss, kommt ein weiterer Narbenanteil in der Umschlagsfalte hinzu. In aller Regel wird ein Teil der Narben durch Zug etwas erweitert. Dies wird von den betroffenen Frauen aber im Allgemeinen toleriert, da das Anheben und die Neuformung, sowie eine Brustverkleinerung im Vordergrund stehen. Nur sehr selten sind auffällige, derbe und erhabene Narben dauerhaft zu beobachten. Eine Rötung ist allerdings bis zu 12 Monaten möglich.

Heilungsdauer nach der Brust-OP

Nach 1 - 2 Tagen werden, wenn verwendet, die Drainagen entfernt.
Nach 12 - 14 Tagen werden alle Fäden entfernt.

 

Verhalten nach der Brust-OP

Für die ersten 4 - 6 Wochen nach der Brust-OP muß Tag und Nacht ein BH getragen werden. Empfehlenswert ist ein Sport-BH, der sich vorn schließen läßt. Auch darüberhinaus ist das Tragen eines BH's tagsüber notwendig. Es sollte eine regelmäßige Narbenpflege, z.B. mit Siliconcreme erfolgen.

 

Job, Sport, Sauna, Solarium

In Abhängigkeit von Ihrer Tätigkeit können Sie nach 2 - 4 Wochen wieder zur Arbeit gehen. Sportliche Aktivitäten, bei denen Arme und Brustkorb stark bewegt werden, sollen 6 Wochen unterbleiben.
Für 4 Wochen sollten Sie auf einen Saunabesuch verzichten. Das gleiche gilt für
Solarien. Die Narbenareale müssen in den ersten 6 Monaten nach der Brust-OP bei Sonnenexposition grundsätzlich mit einer Sonnencreme (Lichtschutzfaktor 20 bis 30) geschützt werden.

 

Was sind die Risiken der Brust-OP?

Es bestehen einerseits allgemeine Risiken wie Thrombose, Nachblutung, Wundinfektion, Wundheilungsstörung und auffällige Narbenbildung. Andererseits spezielle Risiken für diese Arten der Brust-OP:

Ein wesentlicher Teil dieser operationsspezifischen Komplikationen betrifft die Brustwarze. Es kann, wenn auch nur in ca. 10 - 20 %, zu einem dauerhaft geminderten Gefühl oder zu Stillunfähigkeit kommen. Teilweises oder gar vollständiges Absterben der Brustwarze ist äußerst selten. Wenn die letztgenannten Komplikationen auch sehr selten sind, so stellt dies für die betroffene Frau ein großes ästhetisches Problem dar. Das ehemalige Brustwarzengewebe wird dann durch Narbengewebe ersetzt. Mit Korrekturoperationen und Tätowierung ist dann aber auch hier noch eine Verbesserung möglich. Starke Raucherinnen dürfen 4 Wochen vor nach der Brust-OP nicht mehr rauchen.

 

Bitte beachten Sie:

Dieses Informationsmaterial kann ein sorgfältiges Beratungsgespräch und eine
patientenbezogene Untersuchung nicht ersetzen.

Über spezielle und individuelle Risiken, Einschränkungen und Möglichkeiten muß
der Operateur vor der Brust-OP gezielt aufklären.

Jeder Patient sollte Risiken und Einschränkungen des Ergebnisses bei diesen
Brust-OP's verstanden haben.

 

FAKTEN ZUR Brust-OP

  • Das erste Beratungsgespräch dauert 45-60 Minuten.
  • Die Brust-OP Dauer beträgt ca. 2 bis 2,5 Stunden.
  • Die Brust-OP erfolgt unter Vollnarkose.
  • Ambulante Nachbehandlung, bei Bedarf 1-2 Tage stationär.
  • Fadenentfernung nach 10-14 Tagen.
  • Sport-BH für 3-6 Wochen
  • Gesellschaftliche Aktivitäten sind nach 2 Wochen möglich.
  • Sport uneingeschränkt ab der 7. Woche

 

 


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