Straffung und Formung des Bauches - Bodylift

Immer mehr übergewichtige Menschen nehmen unter ärztlicher Aufsicht stark ab. Oft auch erreicht durch operative Eingriffe wie eine Magenverkleinerung (Magenballons, Magenband) oder einer operativen Magenumleitung. Die gesundheitlichen Vorteile einer Gewichtsreduktion bzw. -normalisierung wirken sich auf fast alle Risikofaktoren positiv aus. Das Risiko für Bluthochdruck, Diabetes, Herzerkrankungen, Krampfadern, Erkrankungen des Halte- und Bewegungsapparats reduziert sich dadurch um fast 100 %.

Wissenschaftliche Studien haben jedoch ergeben, dass viele Patienten durch die, aufgrund der hohen Gewichtsreduktion entstandenen Absenkung der Bauch- und Gesäßpartien und unschönen Haut- und Fettfalten so deprimiert sind, dass Sie lieber wieder an Gewicht zu nehmen. Durch ein sogenanntes "Bodylift", also einer Entfernung von Haut- und Fettgewebe im unteren Körperbereich, kann solchen Patienten zu einer ansehnlichen Figur verholfen werden. Ein Bodylift dient der Straffung und Formung von Bauch, inneren wie äußeren Oberschenkeln und Gesäß und hilft aber auch allen, die an einer Gesamtstraffung ihres Körpers interessiert sind. Durch einen Bodylift bekommen Sie an Oberschenkeln, Bauch und Po eine schlanke Kontur, die Ihrem neuen Gewicht entspricht. Überhängende Hautpartien verursachen keine Beschwerden mehr.

Durch die so gut als möglich zu erhaltende Hautdurchblutung kann die Haut -anders als bspw. bei einer Bauchdeckenstraffung- stark angehoben werden und somit eine wirkliche Straffung der angrenzenden Körperregionen an Po, Bauch und Oberschenkel erreicht werden. Ebenfalls ist die geschonte Hautdurchblutung einer raschen Heilung zuträglich.

Vor dem eigentlichen Bodylift können auch verbliebene Fettdepots noch schonend mittels Fettabsaugung entfernt werden.

Voraussetzung für ein "Bodylift" ist ein konstanter Bodymass Index unter 40 sowie ein konstantes Gewicht für mindestens 6 bis 12 Monate nach der Gewichtsreduktion. Aufgrund der großen Wundfläche mit der Gefahr von Wundheilungsstörungen sollte diese Operation bei starken Rauchern nicht durchgeführt werden. Die durchschnittliche Operationsdauer beträgt 3-5 Stunden. Der stationäre Aufenthalt liegt bei 5-7 Tagen.

Die Bestimmung des Umfangs eines solchen Bodyliftings verlangt selbstverständlich eine ausführliche Untersuchung und Dokumentation in der Klinik sowie eine intensive Beratung und Aufklärung durch den Facharzt für Ästhetisch-Plastische Chirurgie.

Ausführliche individuelle Informationen zum Thema Bodylift und Bauch-Straffung erhalten Sie in einem persönlichen Beratungsgespräch in unserer Klinik für Ästhetische und Plastische Chirurgie in München.


Ausführliche Informationen zur Bauchdeckenstraffung - Abdominoplastik

Für eine Bauchdeckenstraffung kann es unterschiedliche Gründe geben. Zum Beispiel nach Geburten und einem damit verbundenen Nachgeben der Bauchmuskeln. Oder auch bei Übergewicht und Ausbildung einer sog. Fettschürze bzw. eines Hängebauches. Auch nach starker Gewichtsabnahme kann eine Straffung der überschüssigen Haut am Bauch und am Bauchmuskel notwendig werden. Ebenso nach einer Fettabsaugung (Liposuction) mit großen Volumina am Bauch und einer überdehnten Haut kann eine gleichzeitig oder später durchgeführte Bauchdeckenstraffung sinnvoll sein.

 

Wann kann eine Bauchdeckenstraffung durchgeführt werden?

Wenn bei einer Bauchdeckenplastik auch eine Straffung der Bauchmuskulatur vorgenommen werden soll, empfehlen wir Frauen, dass sie die Bauchdeckenstraffung erst nach abgeschlossener Familienplanung durchführen lassen, damit die gestraffte Muskulatur nicht wieder durch weitere Schwangerschaften überdehnt wird. Empfehlenswert ist es auch innerhalb der ersten Monate nach der Bauchdeckenstraffung-Operation, nicht schwanger zu werden. Generell stellt aber eine Bauchdeckenstraffung kein Problem für spätere Schwangerschaften dar. Bei extremen Rauchern ist Vorsicht geboten.

 

Narkose

Die Bauchdeckenstraffung mit dem Versetzen des Nabels und der Straffung der Muskulatur am Bauch muss in Vollnarkose durchgeführt werden. Weniger ausgedehnte Korrekturen sind auch in einer örtlichen Betäubung möglich.

 

Klinik

Bei einer weniger ausgedehnten Bauchdeckenstraffung ist mit einem Klinikaufenthalt von etwa drei Tagen zu rechnen. Größere Bauchdeckenplastiken mit Versetzung des Nabels und Straffung der Bauchwandmuskulatur können fünf bis acht Tage stationären Aufenthalt erfordern.

 

Die Bauchdeckenstraffung-Operation

Bei einer kompletten Bauchdeckenstraffung wird aus dem Unter- und teilweise Mittelbauchbereich überschüssige Haut und Fettgewebe entfernt. Die beiden geraden Bauchmuskeln, und wenn notwendig auch die schrägen Bauchmuskeln, werden wie ein inneres Mieder gestrafft. Der Nabel verbleibt an seinem Platz, wird aber nach Umschneidung neu in die vom Oberbauch heruntergezogene Haut eingepflanzt. Fettgewebedepots vom Oberbauch und der Hüftregion können noch zusätzlich durch Fettabsaugung am Bauch entfernt werden.
Bei einer kleineren Bauchdeckenstraffung unterbleibt die Neueinpflanzung des Nabels.

 

Wie verläuft die Narbe?

Eine kleine Narbe verläuft kreisförmig um den neu eingepflanzten Nabel. Die langstreckige Unterbauchnarbe befindet sich oberhalb der Schambehaarung von Beckenknochen zu Beckenknochen, in der Leistengegend verlaufend. In seltenen Fällen ist eine zusätzliche Längsnarbe unterhalb des Nabels notwendig, um das durch das Versetzen des Nabels entstandene Loch in der Haut am Bauch zu verschließen. Zumeist kann dieser Hautanteil aber mit entfernt werden.
Bei sog. kleinen Bauchdeckenstraffung bestehen die Narbe um den Nabel und die Längsnarbe nicht.

 

Zustand kurz nach der Bauchdeckenstraffung-Operation

In den ersten Tagen nach der Bauchdeckenstraffung werden Spannungsgefühl am Bauch und in unterschiedlicher Stärke und Schmerzen im Bauchbereich auftreten. In der Regel tritt nach etwa drei Tagen eine deutliche Besserung ein. Die Drainagen werden nach zwei bis vier Tagen entfernt. Die Fäden werden nach 12 bis 16 Tagen gezogen.

 

Was nach der Bauchdeckenstraffung-Operation zu beachten ist

Drei bis sechs Wochen müssen Sie ein vor der Bauchdeckenstraffung angepaßtes Bauch-Mieder tragen. In den ersten drei Wochen Tag und Nacht. Husten, Pressen und Körperbewegungen, die die Bauchwandmuskulatur belasten, müssen sechs Wochen strikt vermieden werden.

 

Job, Sport, Sauna, Solarium

In Abhängigkeit von Ihrer Tätigkeit können Sie in der Regel nach zwei bis drei Wochen Ihrer Arbeit nachgehen. Bei körperlich nicht belastenden Tätigkeiten kann dies auch wesentlich früher sein. Auszuschließen sind allerdings immer Belastungen der Bauchwand. Vor allem, wenn die Bauchwandmuskulatur wie ein inneres Mieder vernäht wurde, kann eine Pause von 4-6 Wochen notwendig werden.

Belastende Sportarten sollten ebenfalls sechs bis acht Wochen nicht durchgeführt werden. Ein Saunabesuch ist nach 3 Wochen möglich. Bei Solarium und Sonne müssen die Narben im ersten halben Jahr durch Bekleidung, Pflasterstreifen oder Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 20 bis 30 geschützt werden, um dunklere, dauerhafte Verfärbungen zu vermeiden.

 

Risiken der Bauchdeckenstraffung

Über die Risiken der Bauchdeckenstraffung muß detailliert und individuell aufgeklärt werden. Einige, wenn auch seltene Komplikationen, sollten vorab genannt werden: Absterben des Nabels, Absterben von Haut- und Fettgewebeanteilen, Wundheilungsstörungen, wulstige auseinandergezogene Narben, Thrombose, Embolie. Die Beurteilung der Risiken muß selbstverständlich im Einzelfall vorgenommen werden. Die Bauchdeckenstraffung ist insgesamt als Operation mit sehr hohen prozentualen Risiken einzustufen.

 

Bitte beachten Sie

Dieses Informationsmaterial kann ein sorgfältiges Beratungsgespräch und eine patientenbezogene Untersuchung nicht ersetzen.

Über spezielle und individuelle Risiken, Einschränkungen und Möglichkeiten der Bauchdeckenstraffung muß der Operateur gezielt aufklären.

Jeder Patient sollte Risiken und Einschränkungen des Ergebnisses bei diesen Operationen verstanden haben.

 

Fakten zur Bauchdeckenstraffung-OP

  • Das erste Beratungsgespräch dauert ca. 60 Minuten.
  • Die Bauchdeckenstraffung-Operation Dauer beträgt ca. 2,5 bis 3 Stunden.
  • Die Bauchdeckenstraffung-Operation erfolgt unter Vollnarkose.
  • Die Behandlung erfolgt stationär in 2-6 Tagen.
  • Fadenentfernung nach 10 bis 14 Tagen.
  • 4-6 Wochen Tragen eines Bauch-Mieders.
  • Gesellschaftliche Aktivitäten sind nach 2 Wochen möglich.
  • Sport ist nach 6 Wochen möglich.